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04.02.2012 - BAD KREUZNACH
Von Heidi Sturm
In einem echten Herzschlagfinale haben die Schulfußballer des Gymnasiums am Römerkastell das Ticket zum Einzug in den Regionalentscheid des Fritz-Walter-Cups verpasst. Erst beim zwölften Schuss des entscheidenden Siebenmeterschießens in der Jakob-Kiefer-Halle durften die Gäste von der Kooperativen Gesamtschule Kirchberg als Sieger des Futsal-Turniers jubeln. „Ich habe selten ein so gutes und spannendes Finale gesehen“, sagte Sportlehrer Dieter Gerber von der Realschule plus, der seit Jahren Turnierleiter bei diesem Traditionswettbewerb ist.
Bei der Ansetzung des Spielplans hatte er das richtige Händchen gehabt: Denn im letzten Spiel des Jeder-gegen-Jeden-Feldes standen sich die beiden ungeschlagenen Teams gegenüber. Während die Gymnasiasten vom Röka gegen die Realschulen aus Bad Münster und Bad Kreuznach jeweils mit nur einem Tor mehr gewonnen hatten, waren die Kirchberger mit zehn Treffern und ohne Gegentor marschiert.
Die spielstarken Hunsrücker gingen im Finale zweimal in Führung, das zwischenzeitliche 1:1 schoss Semih Kara. Dann wurde es richtig närrisch: Exakt 2,22 Minuten vor Abpfiff besorgte Jannis Schmidt das 2:2 und legte noch zum 3:2 nach. Elf Sekunden vor Schluss glichen die Gäste noch aus. Im Duell vom Punkt parierte Kirchbergs Torwart gleich dreimal. Einmal weniger war Röka-Keeper Matteo Rehbein erfolgreich - was kein Wunder ist: Der U13-Spieler beim 1. FCK ist gelernter Feldspieler. „Die anderen waren einfach besser“, kommentierte Röka-Trainer Ralf Schäfer die unglückliche Niederlage: Die Gegner hatten schön den Ball laufen lassen, die Lokalmatadoren nur mit Kraft dagegen gehalten.
Über den dritten Platz vor den Münsterer Futsalspielern freute sich Trainer Thorsten Effgen von der gastgebenden Realschule an der Heidenmauer: Weil man die Mannschaft des benachbarten Gymnasiums mit ihren starken Auswahlspielern kannte, hatte man sich wenig Chancen auf den Turniersieg ausgerechnet und lieber auf „Erfahrung sammeln“ gesetzt: So bestand die Mannschaft überwiegend aus Spielern der Jahrgänge 2000 und 2001, die bis zu zwei Jahre jünger waren als die Konkurrenten und noch im nächsten oder gar übernächsten Jahr bei diesem Schulwettbewerb dabei sein dürfen. „Als junges Team haben sie sich sehr wacker geschlagen“, lobte Effgen.